Myopie und Myopieprogression

Myop (Kurzsichtig) ist derjenige, dessen Auge für eine scharfe Abbildung weit entfernter Objekte falsch gebaut ist: die Brechkraft des Auges passt nicht zu seiner Länge, meist ist es zu lang. Nahe Objekte können je nach Stärke der Myopie scharf gesehen werden.

Bisher wurde eine Kurzsichtigkeit mit einer Brille, Kontaktlinse oder refraktiver Chirurgie korrigiert. Aktuelle Studien aus Asien und USA zeigen, dass es vorbeugende Maßnahmen gibt, um ein schnelles Fortschreiten der Kurzsichtigkeit zu verhindern.

Ist eine Myopie schädlich?

Bei einem überdurchschnittlich langen Auge steigt das Risiko für das Entstehen von degenerativen Veränderungen der Netzhaut überproportional an. Die Netzhaut, die die Innenfläche der Augen auskleidet und für das Sehen unabdingbar ist, verdünnt sich mit zunehmender Länge des Auges. Dadurch besteht ein erhöhtes Risiko von Netzhautrissen oder -ablösungen, früher Begin des grauen Stars und Entwicklung eines zu hohen Augendrucks. Ab einer Myopie von 6 dpt steigt auch das Risiko, an einer Makuladegeneration mit willkürlichen Gefäßneubildungen zu erkranken. Durch eine Sehminderung in Folge kann es zu

Was können Sie tun?

Um die Entwicklung der Myopie positiv zu beeinflussen wird schon bei Kindern im Grundschulalter mit atropinhaltigen Augentropfen getropft. Bei bereits vorhandener Myopie korrigiert man zusätzlich mit spezielle Kontaktlinsen, wie z.B. Orthokeratologie Linsen, die Fehlsichtigkeit und hemmt gleichzeitig die Entwicklung der Myopie. Auch eine maßvolle Aufteilung von Freizeit (mehr als 3 Stunden Zeit im Freien) und Lernzeit (regelmäßige Pausen von der Naharbeit) wirken sich nachweislich positiv auf die Entwicklung der Kurzsichtigkeit aus. Mit einer Kombination dieser Maßnahmen erreicht man in den meisten Fällen eine verlangsamte Progression und dadurch auf lange Sicht eine niedrigere Kurzsichtigkeit.

Ausführliche Informationen finden Sie auch unter: www.myopiacare.org

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