
In einer kurzen Untersuchungszeit unschädlich und ohne Berührung des Auges gelingt eine exakte Darstellung der verschiedenen Schichten der Netzhaut.
Damit eröffnet sich eine neue Dimension der Diagnostik und Verlaufskontrolle bei verschiedenen Netzhauterkrankungen.
Die häufigsten schwerwiegenden Erkrankungen des Augenhintergrundes gehen mit einer Dickenveränderung der mehrschichtigen Netzhaut einher. Diese Erkrankungen möglichst genau festzustellen und zu verfolgen, ist die Aufgabe moderner apparativer Diagnostik in der Augenheilkunde.
Optische Kohärenztomografie (engl. optical coherence tomography, OCT) ist ein Untersuchungsverfahren, bei dem Licht geringer Kohärenzlänge mit Hilfe eines Interferometers zur Entfernungsmessung streuender Materialien eingesetzt wird. Das Untersuchungsobjekt wird punktweise abgetastet. Ihr Haupteinsatzgebiet ist die Medizin.
Vorteile gegenüber konkurrierenden Verfahren sind die relativ hohe Eindringtiefe (1–3 mm) in streuendes Gewebe und gleichzeitige hohe axiale Auflösung (0,5–15 µm) bei hoher Messgeschwindigkeit (20–300 kvoxel/s).
Quelle: wikipedia.deMaculadegeneration:
Bei der feuchten altersbedingten Maculadegeneration(AMD) kommt es zu einer Dickenzunahme, die sehr genau mit dem OCT gemessen werden kann. Man sieht genau, in welcher Schicht diese Dickenzunahme erfolgt. Diese Information ist in bestimmten Stadien der feuchten AMD hilfreich als erg{nzende Information zu den anderen erhobenen Befunden.
Diabetische Retinopathie:
Bei dieser Erkrankung kann es neben einer Durchblutungsstörung zu einer Flüssigkeitseinlagerung in die Netzhaut kommen. Eine sehr genaue Methode die Menge der Flüssigkeit und die genaue Lokalisation zu messsen, ist die OCT. Dies kann hilfreich sein vor bestimmten Augenoperationen und zur Kontrolle nach dem Eingriff.
Andere Netzhauterkrankungen:
Bei anderen wichtigen Erkrankungen der Netzhautmitte(z.B. Maculaloch oder Zellophanhautmakula) kann die OCT wichtige Informationen darüber liefern, ob ein operativer Eingriff angezeigt ist.
Grüner Star:
Hierbei kommt es zu einem langsamen Absterben der Nervenfasern in der Netzhaut. Dieses ist für den Betroffenen erst in einem fortgeschrittenen Stadium spürbar, da das zentrale Sehen(Farben erkennen, Lesen) lange nicht beteiligt ist. Die Messung einer Abnahme der Netzhautdicke im Bereich des Sehnervenkopfes ist nicht nur zur Diagnosestellung hilfreich sondern zeigt auch im Verlauf durch Vergleich der Messungen eine Verschlechterung des Glaukoms an.
Die Neuartigkeit dieser Untersuchungstechnik und das hohe Auflösungsvermögen machen die OCT für viele Erkrankungen der Netzhaut und des Sehnervs zu einer wichtigen diagnostischen Methode. Bei den häufigsten Ursachen für die Verschlechterung der Sehfähigkeit ist hiermit eine exakte Diagnostik und Verlaufskontrolle ermöglicht, ohne dass ein Kontrastmittel zur Gefäßdarstellung in die Armvene gespritzt werden muss.
Wer trägt die Kosten?
Diese Untersuchung gehört bis heute nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse. Wir bieten Ihnen diese Untersuchung jedoch gerne als Individuelle Gesundheits-Leistung (IGeL) an.
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