Die Fluoreszenzangiographie

Die Fluoreszenzangiographie ist ein bildgebendes Verfahren zur Diagnostik von Erkrankungen des Augenhintergrundes. Dabei wird bei medikamentös erweiterter Pupille die Anflutung und Verteilung eines geeigneten Farbstoffes, beispielsweise Fluorescein oder Indocyaningrün, dokumentiert. Hierbei dient der Farbstoff als Kontrastmittel.

Der gesamte Untersuchungsablauf gliedert sich in mehrere Phasen: Zunächst wird die Netzhaut bei normaler Beleuchtung fotografiert (Farbaufnahme). Anschließend erfolgt eine Aufnahme mit rotfreiem Licht mittels grünem Filterglas. Dadurch wird der Kontrast der Blutgefäße zur umgebenden Netzhaut verbessert. Diese Aufnahme wird wie die folgenden Phasen in Graustufen wiedergegeben. Nach diesen vorbereitenden Aufnahmen beginnt die eigentliche Angiografiephase. Das Blitzlicht der Kamera beleuchtet durch einen speziellen (blauen) Exciterfilter vor allem in der Wellenlänge, die das Leuchtmittel zum Leuchten anregt. Das zurückfallende Licht muss einen zweiten Barrier-Filter passieren. Dadurch werden andere störende Wellenlängen als die des angeregten Leuchtmittels ausgeblendet. Jetzt erfolgt vor Injektion des Farbstoffs eine solche Fluoreszenzaufnahme, um sogenannte Eigenfluoreszenz-Phänomene darzustellen. Danach wird die Lösung intravenös injiziert und in festgelegten Zeitabständen erfolgen weitere Aufnahmen.

Wann wird die Fluoreszenzangiographie durchgeführt?
Bei folgenden Erkrankungen (auch bei bestehendem Verdacht) kann die Fluoreszenzangiographie zur Diagnostik angewandt werden:

  • AMD (Altersabhängige Makuladegeneration)
  • diabetische Retinopathie
  • Gefäßverschlüsse an der Netzhaut
  • Tumoren der Netz- oder Aderhaut